DE | EN
CONCEPT Laser GmbH

News

Multilaser-Technologie, verbesserte 3D Prozessüberwachung und segmentierte Belichtung für das Laserschmelzen von Metallen

Vorstellung der neuen M2 cusing
Die neue M2 cusing präsentiert sich in einem neuen und modernen Gewand. Doch neben der neuen Optik weist die Maschine  auch eine vollintegrierte Bauweise auf, d. h. es gibt keine „Satellitenlösungen“ mehr für Laserquelle und Filtertechnik. Diese geschlossene Lösung bietet dem Anwender Vorteile bei der Zugänglichkeit der Anlagenkomponenten und in Form eines verringerten Flächenbedarfs.  Das neue Maschinendesign unterstreicht aber nicht nur äußerlich die Weiterentwicklung der Anlagentechnik.
So ist die neue M2 cusing ist mit einem neuen Filterkonzept ausgestattet. Dabei vergrößert sich die Filterfläche um den Faktor 5. Sie steigt von bislang 4qm auf nun 20qm an. Das neue Filtermodul wurde mit einer Festverrohrung ausgelegt und vollständig in die Anlage integriert. Die Wechselintervalle des Filters lassen sich so deutlich reduzieren, so dass die Anlagenverfügbarkeit insgesamt gesteigert wird. Dies macht sich insbesondere bei Nutzung der Multilaser Technologie und der damit einhergehenden verstärkten Schmauchbildung bemerkbar.
„Signifikant schnellere Aufbauraten verlangen sicherere Filterwechselkonzepte. Jeder Filterwechsel muss schnell und einfach sein. Die neue Filtertechnik haben wir vor allem unter sicherheitsrelevanten Aspekten weiterentwickelt“, erläutert Dr. Florian Bechmann. So ist die M2 cusing standardmäßig mit einem wasserflutbarem Filter ausgestattet, um einen sicheren Umgang beim Filterwechsel zu gewährleisten.  

Baureihenergänzung mit Multilaser-Technologie
„Die Multilaser-Technik ergänzt nun unsere Baureihen. Sie wirkt direkt auf die Belichtungszeit ein. Unsere Erfahrungswerte ergeben eine Erhöhung der Aufbauraten von bis zu 80%. Ein sehr erfreulicher Wert“, kommentiert Dr. Florian Bechmann, Entwicklungsleiter von Concept Laser.
Die Multilaser-Technologie erhält zunächst Einzug im mittleren Bauraumsegment. So ist ab sofort die neue M2 cusing zusätzlich als Multilaser-Variante, genannt M2 cusing Multilaser, verfügbar. Diese ist mit 2 x 200 Watt oder optional mit 2 x 400 Watt Laser verfügbar.
Zudem kündigte Concept Laser die Multilaser-Technologie auch im großen Bauraumsegment an. So wird in naher Zukunft, neben der bereits am Markt etablierten  X line 1000R, auch die X line 2000R verfügbar sein, welche dann mit 2 x 1000 Watt Lasern ausgestattet sein wird. Höhere Aufbaugeschwindigkeiten, wie sie von Anwendern in der Luft- und Raumfahrt sowie der Automobilindustrie gefordert werden, sollen so bedient werden.

Segmentierte Belichtung verbessert das Leistungsprofil eines Bauteils
Bei der Belichtungsstrategie legte Concept Laser ebenso nach. Das Stichwort lautet: Segmentierte Belichtung. Tendenziell gilt, je höher die Laserleistung, desto höher fällt die Rauheit des Bauteils aus. „Unsere neue Anlagentechnik setzt das Hülle-Kern-Prinzip um, was faktisch eine Beherrschung der Dichte und Oberflächengüte ermöglicht“, so Dr. Florian Bechmann. Die segmentierte Belichtung nimmt dabei gezielt Einfluss auf die Außenbereiche des Bauteils, auf Überhänge und hochdichte Bauteilbereiche. Die optimierte Belichtungsstrategie verbessert das Qualitätsniveau und gleichzeitig die Aufbaugeschwindigkeiten. Im Endeffekt gilt aber auch: Das Leistungsprofil eines Bauteils kann mit Hilfe der segmentierten Belichtung deutlich gesteigert werden.

Gesteigerte Echtzeitüberwachung des Bauprozesses mit dem QMmeltpool 3D
Entscheidende Weiterentwicklungen zeigte Concept Laser bei der Echtzeitüberwachung zur Qualitätssicherung. „Das „Inline Process Monitoring“ zählt zu den strategischen Technologiefeldern von Concept Laser, welches wir nun um das QMmeltpool 3D erweitern“, sagt Dr. Florian Bechmann: „Wenn wir auf der  Mikro-Ebene den Bauprozess dynamisch analysieren können, steigt das Qualitätsniveau. Wichtige Schlüsselindustrien mit ihren anspruchsvollen Anwendungen haben uns diesen wichtigen Innovationsschritt ermöglicht“, so Dr. Bechmann weiter. Das neue QMmeltpool 3D ermöglicht, der Computer-Tomografie (CT) vergleichbar, die Generierung von 3D-Datensätzen des Bauteils bzw. dessen Aufbaus. Nach Aussage von Concept Laser können lokale Effekte beim Bauteilaufbau so besser erkannt und analysiert werden. Der praktische Mehrwert dieser Neuerung ist aber nicht nur ein originäres Mittel zur aktiven Qualitätssicherung. In der Fertigung können Bauteiljobs durch iterative Variation der Parameter optimiert werden. Es können Supportstrukturen angepasst und vor allem die vorgelagerte Bauteilkonstruktion fertigungsgerechter ausgelegt werden. Nicht zuletzt bieten sich neue Möglichkeiten in der Materialforschung.

Premiere: Neue Werkstoffe für die Laserschmelztechnik
Das Entwicklungszentrum von Concept Laser qualifizierte zwei neue Werkstoffe, die als Premiere in Frankfurt vorgestellt wurden. Für Hochtemperaturanwendungen ist nun Inconel 625 verfügbar. Schwerpunkt für diesen Werkstoff ist derzeit der Turbinenbau, wo Bauteile hohen thermischen Beanspruchungen von bis zu 1000°C ausgesetzt sind. Das zweite Material ist der Edelstahl 17-4 PH. Das Material ist härtbar, damit gut geschützt gegen Abrieb und Verschleiß, sowie korrosionsbeständig. Diese Eigenschaften sind unter anderem für medizinische Instrumente interessant. Die Validierung des Edelstahls 17-4 PH gilt für die Baureihen Mlab cusing R, M1cusing und M2 cusing.




Zurück zur Übersicht